.

Wozu Praktikum?

 

Dein Praktikum ist ein entscheidender Schritt hin zu einem Beruf oder zur Neuorientierung. Daher solltest Du nicht einfach irgendein Praktikum machen, nur, weil es sich gerade anbietet.
Stattdessen solltest Du ein Praktikum suchen, das zu Deinen beruflichen Wünschen und Vorstellungen passt. Kläre zu allererst, wo Du heute stehst und wo Du hin willst. Und dann frage Dich, welches Praktikum Dir helfen wird, dieses berufliche Ziel in die Tat umzusetzen.

 

 

Was tun, wenn man nicht weiß, was man werden soll?

 

 

 

 

Wer nicht weiß, wo er beruflich hin will, kann kein Praktikum finden, das dazu passt. Daher ist es wichtig, zunächst zu klären, wo die Reise hingehen soll. Frage Dich, was Dir Spaß macht, was Dich motiviert und was Dir wichtig ist. Werfe einen Blick auf Deine Biografie und suche nach Hinweisen: Was lässt Dich die Zeit vergessen? Wofür stehst Du freiwillig früh morgens auf?
Und wenn ich nicht weiß, wo es ein passendes Praktikum gibt?

 

Hier in der Praktikumsbörse findest Du Angebote aus dem Weißeritzkreis mit Kontaktangaben. Du kannst Dir, wenn vorhanden, auch die Internetpräsentation der jeweiligen Firma anschauen, um Dich genauer zu informieren.

 

Erst nachdenken, dann bewerben

 

Nun gilt es, mit einer ansprechenden Bewerbung zu überzeugen. Dabei kommt es nicht darauf an, eine Werbekampagne in eigener Sache zu fahren. Es geht vielmehr darum, mit einer ersten Arbeitsprobe zu zeigen, wie Sie arbeiten: organisiert, zuverlässig, schlampig, pingelig, zügig, chaotisch oder lahm.

Eine Praktikumsbewerbung kann aus einer kurzen Email mit angehängtem Lebenslauf und Foto bestehen oder aus einer kompletten Bewerbungsmappe.

Einfach bei der jeweiligen Firma anrufen: „Guten Tag Frau Meier! Ich heiße Maria Richter und habe Ihr Praktikumsangebot in der Praktikumsbörse Weißeritzkreis gesehen. Ich besuche die 9. Klasse der Realschule Dippoldiswalde und engagiere mich ehrenamtlich im Jugendclub. Ich kann mir gut vorstellen, im Bereich Gastronomie zu arbeiten, daher würde ich mich gern auf Ihren Praktikumsplatz bewerben. Welche Unterlagen soll ich Ihnen schicken?“

Mit einem solchen Anruf zeigst Du von Anfang an Engagement und Aktivität. Und genau das wünscht sich ein Arbeitgeber von seinen Praktikanten.

 

 

 

 

 

Das Anschreiben

 

 

 

Vor dem Bewerbungsschreiben solltest Du Dich ausführlich über das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst, informieren. Sammle so viele Details und Informationen wie möglich. Dadurch kannst Du anschließend Deine Unterlagen speziell auf das jeweilige Unternehmen zuschneiden. Du kannst beispielsweise besser verdeutlichen, warum Du gerade bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest, und vor allem, warum gerade Du so gut zu dieser Firma passt.

Die notwendigen Informationen findest Du zum Beispiel im Internet. Besitzt das Unternehmen derzeit keine eigene Homepage, rufe einfach dort an. Stelle Dich kurz vor, verdeutliche Deine Motivation und frage, ob es möglich wäre, dass man Dir Informationen über das Unternehmen zusendet.

Ziel des Anschreibens ist es, die Neugier und das Interesse des Lesers an Dir zu wecken. Kurz und präzise solltest Du auf maximal einer Seite darstellen, was Dich besonders qualifiziert. Hebe Deine Stärken hervor. Bringe die Informationen, die Du gesammelt hast ein, und erläutere, warum gerade Du für diese Stelle und das Unternehmen so geeignet bist.

Achte vor allem darauf, langweilige Standardformulierungen wie "Hiermit bewerbe ich mich..." zu vermeiden. Versuche Deine Individualität auch sprachlich zu unterstreichen. Wenn Du zum Beispiel bereits telefonischen Kontakt mit dem Unternehmen hattest, beziehe Dich auf das Gespräch ("Wie bereits am Telefon vereinbart, sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen."). Antwortest Du auf eine Stellenanzeige erkläre kurz, warum sie Dir ins Auge gefallen ist ("Ihre Anzeige ist mir sofort aufgefallen, da..."). Beziehe Dich auch auf den Inhalt solcher Anzeigen ("In Ihrer Stellenanzeige suchen Sie... Ich bin...").

Der Aufbau sollte etwa so aussehen:

- Persönliche Anrede
Statt „Sehr geehrte Damen und Herren“, besser persönlich „Sehr geehrter Herr Müller“ oder „Sehr geehrte Frau Dr. Schmidt“

- Danke für das Telefonat:
Zum Beispiel: „Herzlichen Dank für unser Telefonat vom 30. April. Wie verabredet sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu.“

- Das Wichtigste für den Praktikumsplatzanbieter:
Zum Beispiel: „Seit März 2005 helfe ich ehrenamtlich in unserem Jugendclub am Ausschank und bei der Durchführung von Vereinsfesten.
- Das Zweitwichtigste:
Zum Beispiel: „Ich belege das Hauswirtschaftliche Profil an unserer Schule“

- Der Praktikumswunsch:
Zum Beispiel: „Da ich später gern in eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau machen möchte, bewerbe ich mich bei Ihnen um ein Praktikum.“

- Weitere Hinweise:
Zum Beispiel: „Ich habe Ihnen meinen Lebenslauf und ein Foto angehängt. Zu einem Vorstellungsgespräch bringe ich bei Interesse gern meine Zeugnisse mit. „

- Abschlussformel:
Über eine Einladung würde ich mich sehr freuen. Sie erreichen mich unter Telefon/Email. Mit freundlichen Grüßen
- Unterschrift:
Unterschreibe die Email mit ausgeschriebenem Vor- und Nachnamen. Bei Ausdruck benutze blaue Tinte oder Filzschreiber. Lesbare Buchstaben, keine Rezeptblockunterschrift. Namenszug nicht gedruckt wiederholen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lebenslauf wird heute nicht mehr auf eine Seite gequetscht. Er darf – je nach dem, was Du zu bieten hast – bis zu zweieinhalb Seiten umfassen. Oben auf der Seite steht Lebenslauf, danach folgen Deine persönlichen Daten und Dein Werdegang.

Heute geht man dazu über, den Lebenslauf nicht mehr von der Kindheit an chronologisch bis heute aufzulisten. Stattdessen werden zu Beginn (nach den persönlichen Daten) die wichtigsten beruflichen Erfahrungen genannt, und zwar von heute an rückwärts. Das hat den Vorteil, dass das Wichtigste zuerst genannt wird, und nicht etwa Deine Grundschulzeit.

Dabei gibt es keine Königsformel für den optimalen Lebenslauf. Baue Deinen Lebenslauf unbedingt so auf, dass Dein Praktikumswunsch dazu passt. Halte alles klar und übersichtlich, und schließe mit Hobbys und Interessen ab.

 

 

 

 

Der Lebenslauf

 

 

 

Beispiel 1 (Schülerpraktikum)

 

Beispiel 2

 

Was gehört noch zur Bewerbung

 

Foto, Deckblatt, Zeugnisse, Mappe, Briefumschlag etc.